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Steinreich.
Dienstag, 3. November 2009Auf der über 2000 Meter hohen Passstraße, die sich quer durch den hohen Atlas schlängelt, warten an strategischen Punkten (Tankstellen, Cafés,…) eine Menge Verkäufer darauf, den die Aussicht genießenden Touristen mit Souvenirs zu überladen. Nachdem ich mit allen möglichen Komplimenten über meine Freundin geködert worden war (und die zum Tausch angebotenen Kamele bestimmt abgelehnt hatte), erstand ich einen Stein, mit der vorrangigen Eigenschaft ein Staubfänger zu sein, für 15 Prozent des ursprünglichen Preises.
Wenn ich mir jetzt den Haufen Makrophotos anschaue, die ich gestern bei einer Folge Boston Legal von ihm gemacht habe, denke ich, dass ich auch ruhig doppelt soviel hätte zahlen können.
Explosiv!
Donnerstag, 9. Juli 2009Während draußen dunkle Wolken über Karlsruhe ziehen und auf meinem Schreibtisch Atom- und Quantenphysikbücher mindestens genauso bedrohlich darauf warten mir meine Freizeit zu rauben, nutze ich ganz frech die Gelegenheit für einen neuen Post.
Um dem tristen Wetter der letzten Tage ein bisschen die Stirn zu bieten muss natürlich etwas Farbenfrohes her. Und dazu komme ich mal wieder – nein, nicht auf die Schmetterlingserie – auf die Obst-Photos zurück (Ich hab nämlich grad ein bisschen Hunger).
Das gewählte Bild zeigt einen Granatapfelschnitz (ach…) welcher so beleuchtet wurde, dass die Unordnung der Küche in einem geordneten Schwarz verschwand. Die makrotypisch unscharfen Ränder sorgen dabei für einen weichen Übergang und eine Betonung der Strukturen in der Bildmitte.
Goldkugel.
Samstag, 27. Juni 2009Wie versprochen nun wieder mehr Farbe und eine ganz andere Stimmung. Kein Tod mehr wie im letzten Bild, nichts Düsteres, viel mehr Geborgenheit (die goldene Physalis inmitten ihrer Blätter) und Vollkommenheit (die perfekte, reine Kugel), aber auch ein wenig Distanz und Unnahbarkeit (durch das Entrückte, Verschwommene). Geschossen wurde das Photo am gleichen Tag wie die Zitrone („Erfrischung pur.“).
Flügelschlag.
Donnerstag, 25. Juni 2009Auf vielfachen (eigentlich einmaligen) Wunsch einer einzelnen kommt nun ein weiteres Schmetterlingsfoto.
Ich wünschte, ich könnte irgendeinen coolen lateinischen Namen dazu schreiben, aber dazu hätte ich mir diesen wohl merken müssen
. Wie auch bei anderen Makro-Fotos schafft hier die natürliche Unschärfe eine Art eigenen Rahmen für diesen tiefblauen Falter, was mir gut an dem Shot gefällt.
Faszinierend war auch, dass die Flügel von der anderen Seite betrachtet, hellblau (aber ebenso saftig) erschienen, weil dann das Licht anders gebrochen wird.

Phantasiewelten.
Freitag, 19. Juni 2009Manchmal sind die buntesten Farben nur einen Flügelschlag entfernt. Leuchtendes Grün, schimmerndes Blau, Rottöne so kräftig wie Chuck Norris, arrangiert auf Formen wie orientalischen Fächern. Dass mich Schmetterlinge faszinieren können, hätte ich nicht gedacht. Bis zu dem Tag als Claude mir seine eindrucksvolle Sammlung zeigte und mir eine Makro-Foto-Session ermöglichte.
Kaum zu glauben, dass solch zarte Geschöpfe immer diese verdammten Wirbelstürme auslösen…
Bei den Aufnahmen wurde im Übrigen nur (direktes und reflektiertes) Sonnenlicht verwendet, um die Farben nicht zu verfälschen.
Erfrischung pur.
Montag, 15. Juni 2009Als mit dem diesjährigen Sommer auch viele frische Früchte nach Deutschland kamen, lag, nach einem Blick auf die knallbunten Obst- und Gemüseauslagen, die Idee nahe sich auch mal photografisch mit dem Thema auseinander zu setzen. Vor allem weil ich kurz davor begonnen hatte mich intensiver mit Makrophotografie zu beschäftigen, schien der Weg hierfür geebnet. Ich kaufte also kurzerhand bergeweise frische Zutaten und verbrachte den Rest des Tages mit meiner Kamera.
Bei dem ausgewählten Shot befindet sich die Zitronenscheibe unter Wasser, kräftig von vorne und der Seite beleuchtet und mit feinen Kohlesäurebläschen besetzt. Prost.





